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Freitag, 13. Juni 2008
Führerschein für den PC - Sophie-Scholl-Schüler haben alle sieben ECDL-Teilprüfungen bestanden
FLÖRSHEIM Premiere an der Sophie-Scholl-Schule: Zwei Mädchen und sechs Jungen der 10. Realschulklassen haben den PC-Führerschein in der Tasche, nachdem sie als erste alle sieben ECDL-Teilprüfungen (Grundlagen der Informationstechnologie, Betriebssysteme, Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Datenbanken, Präsentation, Internet/Email) bestanden haben. Da auch Junglehrer Mirko Neubauer und Referendar Christof Eger ihre Ausbildung erfolgreich beendet haben und nun zertifizierte ECDL-Lehrer sind, ist das Angebot in der Schule langfristig gesichert.
Die Sophie-Scholl-Schule ist bis heute die einzige Schule im MTK und den Nachbarkreisen, die dank des unermüdlichen Engagements des Informatiklehrers Harald Fellner, ECDL im Rahmen des Wahlpflichtunterrichts "Bürokommunikation" anbietet. Schülerinnen und Schüler können ab Klasse 9 zwischen dem ECDL-Kurs oder einem Parallelkurs mit traditionellen Inhalten wählen. "Die Teilnahme ist freiwillig und kostet jeden Teilnehmer 140 Euro an Prüfungsgebühren und Lernmaterial", betont Harald Fellner, der sich über seine motivierten Schüler freut, die gegenüber einem VHS-Kurs rund 1000 Euro für diese Zusatzqualifikation sparten. Mit der einmaligen Unterstützung der Naspa in Höhe von 500 Euro für Teilnehmer aus finanzschwachen Familien und über Zuschüsse des Fördervereins der Schule seien die Gebühren für alle zu bezahlen gewesen.
Neben fundierten Basiskenntnissen am Computer haben die glücklichen PC-Führerscheinbesitzer weitere wichtige Erfahrungen gesammelt. So haben die Jugendlichen eine für sie neue, standardisierte Prüfungsform erlebt, wie sie auch in außerschulischen Prüfungssituationen vorkommt. Die Bindung an eine feste Zeitvorgabe bei der Online-Prüfung sei ebenfalls eine wichtige Erfahrung gewesen. Ein wichtiger Nebeneffekt ist die Befähigung zu sorgfältigem und selbstständigem Arbeiten. "Die Schüler haben gelernt, selbst Hilfe zu holen. Ein Lernprogramm wird bereitwilliger akzeptiert, wenn es über den Bildschirm kommt und nicht vom Lehrer", weiß der Pädagoge mit langjähriger Erfahrung.
"Das Schwerste war die Datenbank-Prüfung", erzählen die erfolgreichen Teilnehmer. Der Unterricht sei locker gewesen und habe Spaß gemacht - das Pauken für die Theorie mit der Lern-CD zu Hause dagegen weniger. Die Leistung Kevin Hammerschlags hob Harald Fellner besonders hervor. Denn der sei erst ein Jahr später in das Projekt eingestiegen und habe seine Mitschüler überholt.
Ganze Meldung : Letzte Änderung 06.01.2009, 04:26 Uhr
